Meine Katze beißt – Aber warum?

Katze beißt

Ein Katzenbiss ist nicht nur schmerzhaft - das Maul einer Katze enthält zudem Unmengen an Bakterien, die zu Infektionen und Entzündungen beim Menschen führen können. Daher gilt es zu verstehen, warum deine Katze beißt, um dieses unschöne – für deinen Stubentiger aber natürliche Verhalten – möglichst in den Griff zu bekommen.

Katze beißt

Hier findest du 5 mögliche Gründe für das Beißverhalten einer Katze:

1. Das Alter

Junge Katzen beißen häufig, wenn sie ihren Spieltrieb entwickeln. Das Problem an der Sache ist, dass sie die Intensität, mit der sie zubeißen, oftmals noch nicht so gut kontrollieren können. Dazu haben sie auch noch enorm spitze Zähne.


Ein kleiner Wermutstropfen: Meist sind bei sehr jungen Katzen noch weniger Bakterien im Mund vorhanden, das Entzündungsrisiko von Bissen ist für uns Menschen daher noch etwas niedriger.


2. Veränderungen im Zuhause

Ob Umzug, ein Baby oder ein neuer Mitbewohner. Katzen sind Gewohnheitstiere und reagieren auf unterschiedlichste Weise auf Veränderungen. Leider nicht selten auch durch das zeitweise Ausleben von aggressiven Verhaltensweisen und damit einhergehendem Beißen.


Begegne deiner Katze in dieser für sie schwierigen Zeit mit viel Aufmerksamkeit und Liebe, biete ihr aber auch den nötigen Freiraum und Rückzugsmöglichkeiten, damit es bestenfalls gar nicht erst zu Bissen kommt.


3. Charaktereigenschaft

Jede Katze ist anders und hat ihren ganz eigenen Charakter, daher beißen manche Katzen einfach lieber als andere. Vor der Anschaffung weiß man in den seltensten Fällen, ob die eigene Samtpfote zum Beißen neigt, daher kann diese Eigenschaft sehr unangenehm sein.


Ein wirklich leichter Griff in den Nacken mit einem sanften nach unten Drücken entspricht der Maßnahme, die eine Katze aus ihrer Kindheit vom Muttertier kennt. Sie kann durchaus angebracht sein, um deinem Liebling beizubringen, dass ein aggressives Beißverhalten nicht angebracht ist.


Aber VORSICHT:
Das ist keine Racheaktion oder Bestrafung für dein Tier.
TU IHM NIEMALS WEH!
Deine Katze wird die Botschaft auch auf sanfte Weise verstehen.

4. Verhalten des Katzenhalters

Katzen lassen sich nicht selten auf die emotionalen Schwingungen ihres Besitzers ein. Sowohl in Sachen Angst, Trauer oder Freude, als auch hinsichtlich Aggression.


Wenn du also häufig sauer und geladen bist, oder es bei dir zu Hause des Öfteren verbale Auseinandersetzungen gibt, könnte sich dieses Verhalten auch auf deine Katze übertragen und daraus ein Beißverhalten resultierern. Versuche deshalb daran zu denken, dass Katzen mitfühlende, harmoniebedürftige Lebewesen sind.


5. Angst oder Provokation

Eine Katze kann beißen, wenn sie sich bedroht oder provoziert fühlt.
Während beispielsweise Hunde – häufig schon bedingt durch ihre Größe – ein gut gemeintes "Raufen" als Spiel betrachten, wechselt eine Katze schon mal recht schnell in den Verteidigungsmodus und aus dem Spiel wird Ernst.


Ist dies der Fall, nutzt sie alles, was sie hat, um sich vor vermeintlicher Gefahr zu schützen. Dann kommen sowohl ihre Krallen an Vorder- und Hinterbeinen als natürlich auch ihre Zähne zum Einsatz. Achte beim gemeinsamen Spielen, Raufen und Toben daher unbedingt auf die Körpersprache deines Stubentigers.


Entwickle ein Gespür für deine Katze

Entwickle am besten selbst ein Gespür dafür, was deine Katze mag und was nicht, und in welchen Situationen sie beißen will.

 
Manche Katzen beißen etwa, wenn Sie am Bauch gestreichelt werden, weil sie sich dort verwundbar fühlen. Akzeptiere das und streichle deine Katze stattdessen dort, wo sie es lieber hat – beispielsweise am Kinn oder Kopf.


Bist du dir der Komfortzone, Eigenheiten und Bedürfnisse deiner Samtpfote bewusst, kommt es für dich mit Sicherheit wesentlich seltener zu schmerzhaften Begegnungen mit ihren Beißerchen. 

Der Gang durch die Katzentür – So klappt er!

Katzenklappe

Selbst Katzen, die es längst gewohnt sind, durch eine Katzenklappe ein und aus zu gehen, können den einfachen Gang hindurch plötzlich verweigern, zum Beispiel nach der Installation eines neuen Katzentür-Modells. Dieses Verhalten ist ganz normal, aber auch vermeidbar!

Katzenklappe

Mit diesen Tipps stellst du sicher, dass dein Vierbeiner sich im Handumdrehen an seine Katzenklappe gewöhnt und diese auch zuverlässig nutzt:


Stelle die passende Anbringung sicher.

Miss den Abstand vom Bauch deiner Katze zum Boden. Das ist die ideale Höhe, um die Katzenklappe zu installieren.

Achte beim Anbringen darauf, dass der Abstand zum Boden auf beiden Seiten nicht höher ist als der gemessene Wert, um deiner Katze ein bequemes Hindurchgehen zu ermöglichen.

Bring die Katzentür im Zweifelsfall aber lieber etwas zu niedrig als zu hoch an.

Achte auf einen geschützten Bereich.

Vor Allem der Teil der Katzenklappe, der aus dem Haus heraus führt, sollte möglichst geschützt sein.

Offenes Gelände kann dazu führen, dass sich deine Katze angreifbar fühlt. Insbesondere dann, wenn Hunde und andere Katzen in der Nähe sein könnten.

Starte kleine „Bestechungsversuche“ mit Leckerlies.

Nachdem die Tür angebracht ist, ist es an der Zeit deiner Katze beizubringen, wie die neue Katzenklappe benutzt wird.

Wir alle wissen, Katzen lieben Leckereien. Es gibt also kaum einen besseren Weg, deine Katze zur Nutzung ihrer neuen Tür zu ermutigen, als wenn ein kleiner Leckerbissen auf der anderen Seite auf sie wartet.

Halte die Katzenklappe anfangs offen.

Wenn du die Klappe ein Stück geöffnet hältst, ist dein Vierbeiner weniger misstrauisch, weil er sich nicht mit dem Kopf voran ins Unbekannte schieben muss.

Du kannst die Katzentür entsprechend in den ersten Tagen mit einem Stift oder einem anderen Gegenstand offen halten. Danach legst du beispielsweise nur noch ein gefaltetes Geschirrtuch dazwischen, bis du sie letzten Endes komplett schließt.

Durch dieses Prozedere kann deine Samtpfote langsam lernen, dass für sie ungefährlich ist, die Klappe als Ein- und Ausgang zu verwenden.

Sei geduldig mit deiner Katze.

Es kann sein, dass deine Katze nur wenige Stunden oder Tage braucht, bis sie ohne Extraeinladung die Katzenklappe benutzt. Genauso kann es aber auch einige Wochen dauern, bis sie sich an den neuen Ein- und Ausgang gewöhnt hat.

Hab also etwas Geduld und Nachsicht mit deinem Tier und bleib immer zuversichtlich. Fast alle Katzen gewöhnen sich mit der Zeit an ihre Katzentür und nutzen sie dann, als hätte es nie einen anderen Weg nach drinnen oder draußen gegeben.

Gleich kratzt dich deine Katze – Das sind Anzeichen!

Zeichen, dass deine Katze kratzt

Katzen können echten Diven sein. Einerseits lieben wir sie ein Stück weit dafür, andererseits kann es manchmal aber auch schnell schmerzhaft werden.

Zeichen, dass deine Katze kratzt

Die Stimmung unserer Fellnasen kann blitzartig vom glücklichen Schmusekätzchen in eine verärgerte Raubkatze umschlagen. Die Fähigkeit, zu erkennen, wann deine Katze wütend ist, ermöglicht es dir zu verstehen, wann es besser ist, sich zurückzuziehen, deine Katze in Ruhe zu lassen und ihr den nötigen Freiraum zu geben.

Eine genervte Katze weiter zu piesacken, ist nicht nur unschön für das Tier, sondern auch nicht ungefährlich für dich. Achte deshalb immer auf die folgenden Warnsignale:

1. Unruhiger Schwanz

Katzenschwänze sind sehr aussagekräftig, aber oft auf eine subtile Weise. Ein Schwanz, der schnell hin und her wackelt, insbesondere wenn er dabei niedrig gehalten wird, kann auf eine gereizte Stimmung hinweisen

2. Aggressive Geräusche

Das ist sicherlich das auffälligste Signal. Gib deiner Katze Raum, wenn sie faucht, knurrt oder ein hohes, aber leises Brummen von sich gibt. Diese Geräusche sind eine Warnung an dich und bedeuten nichts anderes als: "Lass mich in Ruhe!"

3. Flache Ohren

Wenn eine Katze sauer wird, macht sie ihre Ohren flach. Entweder legt sie diese in Richtung Hinterkopf, oder in einer eher seitlichen Position am Kopf an. Diese Zeichen ist für dich kaum zu übersehen.

4. Augensignale

Verengte Pupillen oder zugekniffene Augen können auf Wut hinweisen. Augensignale sind mit am schwersten zu deuten, da die Augen deiner Katze von vielen Faktoren beeinflusst werden können. Auf der einen Seite ist die Pupillengröße ein wichtiger Indikator für die Stimmung des Vierbeiners, auf der anderen Seite reagieren diese aber – genau wie beim Menschen – ganz simpel auf die Helligkeit der Umgebung. Deshalb: Nimm die Augen wahr, deute sie aber immer im Gesamtkontext.

5. Körpersprache

Du erhältst wertvolle Informationen, wenn du die Körperhaltung deiner Katze beobachtest. Eine wütende Katze zeigt oft einen gewölbten Rücken mit aufgestelltem Fell um größer auszusehen, oder sie macht sich flach und verharrt knapp über dem Boden. Das ist die Angriffsposition und ein klares Signal für dich, dich schleunigst zurückzuziehen.

6. Kratzen

Spätestens wenn deine Katze ein Kratzen andeutet oder tatsächlich schon leicht kratzt, solltest du dieses Signal als Warnung verstehen und dem Vierbeiner seine Ruhe lassen. Zum Einen, um zu verhindern, dass dich deine Katze in Zukunft nicht eine Zeit lang vollständig meidet, zum Anderen weil es sonst sehr schnell richtig schmerzhaft für dich werden kann.


Grenzen achten

Auch wenn unsere Stubentiger manchmal launisch sind, lassen wir uns sicher nicht die Freude daran nehmen, mit unserer Katze zu schmusen und sie mit Streicheleinheiten zu verwöhnen. Immerhin benötigen auch wir Menschen von Zeit zu Zeit einfach unsere Ruhe, oder haben einen schlechten Tag. Wenn du auf die genannten Warnsignale im Umgang mit deinem Liebling achtest, entgehst du in Zukunft aber vielleicht der ein oder anderen vollkommen unnötigen Kratzspur.