7 Katzen für Allergiker – Rassen mit und ohne Fell

Katzen für Allergiker

Viele Menschen wünschen sich einen Begleiter auf vier Pfoten, leiden aber an einer Katzenallergie. So wird der Traum von der eigenen Samtpfote häufig vorschnell begraben. Und das zu Unrecht, denn auch für Allergiker gibt es diverse Optionen.

Katzen für Allergiker

Katzenallergie ≠ Katzenhaarallergie

Zunächst einmal gilt es zu verstehen, dass eine „Katzenhaarallergie“, welche häufig als Synonym für die „Katzenallergie“ verwendet wird, nicht Dasselbe ist.

Dieser Fehler resultiert aus der Annahme, dass die Katzenhaare verantwortlich für die Allergien sind, was aber nicht der Fall ist. Die wahre Ursache der Katzenallergie ist ein Eiweißstoff - das sogenannte "Fel d1 -Protein" - der über Haut, Speichel und Urin der Katze ausgeschieden wird.

Sich als Katzenallergiker eine haarlose Katze anzuschaffen, ist somit auch kein Garant dafür, keine Probleme mit Allergiebeschwerden zu bekommen. Im Umkehrschluss bedeutet das wiederum aber auch, dass es viele schöne, flauschige Fellnasen gibt, die sich auch für Allergiker eignen.

Sehen wir uns ein paar interessante Rassen an:

1. Balinesenkatze

Oft als "langhaarige Siamkatze" bezeichnet, mutet die Balinesin auf Grund ihres Haarkleides wie ein äußerst unwahrscheinlicher Kandidat für eine hypoallergene Katzenrasse an. Aber es ist eine der Rassen, die Fel d1-Protein in geringerem Maß produzieren als andere Katzen und damit auch weitaus weniger allergische Reaktionen hervorrufen.

2. Orientalisch Kurzhaar Katze

Sie gilt als nicht allergene Katze, ist aber auf Grund ihres dominanten, eigenwilligen Charakters eher für Personen geeignet, die bereits Erfahrung mit Katzen sammeln konnten. Wie bei jeder anderen Kurzhaar Katzenart ist es auch für den Orientalen ratsam, ihn mit regelmäßigen Bürsteinheiten zu verwöhnen, um Hautschuppen wirklich auf ein Minimum zu reduzieren.

3. Sphynx Katze

Die haarlose Sphynx ist die Katze, die am häufigsten ins Spiel gebracht wird, wenn es darum geht, eine hypoallergene Katzenrasse zu finden. Haarlos zu sein bedeutet jedoch nicht, dass sie keinerlei Pflege bedarf - im Gegenteil. Die Sphynx muss häufig gebadet werden, um die gummiartige Ansammlung von Ölen auf ihrer Haut zu entfernen. Zudem müssen auch ihre großen Ohren regelmäßig vorsichtig gereinigt werden.

4. Sibirische Katze

Genau wie die Balinesin trägt auch die Sibirierin ein mäßig langes Fell. Trotz des Haarkleids zählt sie auf Grund der unterdurchschnittlichen Enzymwerte im Speichel dennoch zu den hypoallergenen Katzenarten. Vielerlei Quellen ist zu entnehmen, dass gut 75 Prozent der Katzenallergiker keine Reaktion auf den Sibirier zeigen.

5. Orientalisch Langhaar Katze

Die Orientalisch Langhaar Katze - auch Javanese genannt - ist das Pendant der bereits genanten Orientalisch Kurzhaar Katze, eben mit halblangen statt kurzen Haaren. Der Mangel an Unterwolle führt bei dieser Katzenart zu weniger Allergenen. Die Pflege des Javanesen gestaltet sich zwar sehr einfach, sie benötigt jedoch viel Aufmerksamkeit von ihrem Halter, da sie sich nur ungern alleine beschäftigt.

6. Devon Rex Katze

Von den beiden Rex-Katzen hat die Devon sowohl kürzeres als auch weniger Fell. Die Pfoten und Ohren der Devon Rex müssen häufig vom gebildeten Ölfilm befreit werden, Vollbäder benötigt sie aber - anders als Sphynx oder Cornish Rex - wesentlich seltener.

7. Cornish Rex Katze

Die Cornish Rex benötigt - wie bereits erwähnt - mehr Pflege als die Devon Rex. Regelmäßige Bäder sind ein Muss, um die Ölbildung auf ihrer Haut zu mildern. Dafür belohnt sie ihren Halter mit viel Liebe und Anhänglichkeit und ist wegen ihrer Genügsamkeit eine optimale Hauskatze.

Solltest du dich für eine Sphynx, oder eine der Rex Katzen entscheiden, achte unbedingt darauf, diese von einem seriösen, erfahrenen Züchter zu holen, bei dem die Gesundheit und das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen.
Leider werden diese Rassen häufig mit Qualzucht in Verbindung gebracht, da es immer wieder vorkommt, dass den Katzen die Tasthaare fehlen - das darfst du auf keinen Fall unterstützen, da solche Tiere ihr Leben lang darunter zu leiden haben!
Statt ständiger Bäder kann es außerdem eine gute Alternative sein, die Haut dieser Katzenrassen ab und an lediglich mit einem weichen, feuchten Tuch von der Ölschicht zu befreien - das ist hautschonender für die Tiere. 

Katzenallergiker müssen also nicht auf die Gesellschaft eines Stubentigers verzichten. Die Auswahlmöglichkeiten sind zwar geringer als für Nicht-Allergiker, aber trotzdem gibt es genügend haarige und weniger haarige Begleiter, die in Frage kommen.