Katzenschnupfen – Symptome, Gefahren & Hilfe

 

Erster Einblick

Der zunächst vermeintlich harmlos klingende Name "Katzenschnupfen" lässt bei vielen Katzenbesitzern ein falsches Bild darüber zu, wie bedrohlich diese Krankheit wirklich ist.

Aus gutem Grund wird bevorzugt bereits in sehr jungem Alter gegen Katzenschnupfen geimpft, denn häufig kann die Erkrankung tödlich enden. Vom Schweregrad ist der vermeintliche "Schnupfen" eher vergleichbar mit einer "echten Grippe" beim Menschen!

Aus diesem Grund ist es wichtig, potenzielle Symptome schnell zu erkennen und zu handeln. Reagiert man im Falle einer Infizierung schnell und konsequent, stehen die Heilungschancen aber durchaus nicht schlecht.

Katzenschnupfen Symptome

Katzenschnupfen Symptome

Bei einem Katzenschnupfen handelt es sich genau gesagt um eine schwerwiegende Erkrankung von Augenschleimhäuten und oberen Atemwegen. Entsprechend sind diese Organe im Regelfall immer betroffen, stellen aber bei weitem nicht die einzige Symptomatik dieser Krankheit dar.

Vor allen Dingen ist für die Entstehung des Gesamt-Krankheitsbildes entscheidend um welchen der vier unterschiedlichen Erreger, die den KS auslösen können, es sich im Detail handelt.
Eine Unterteilung in jeweilige Unterarten, nehme ich hier bewusst nicht vor, da nur ein Spezialist – also ein Tierarzt oder -mediziner – diese Klassifizierung vornehmen und entsprechende Medikamente verschreiben und verabreichen kann.

Im Allgemeinen können die folgenden Symptome auftreten, wenn
eine Katze mit Katzenschnupfen infiziert ist:

- Augenausfluss
- Apathie
- Bindehautentzündung
- Entzündung der Augenhornhaut
- Erbrechen
- Durchfall
- Speicheln
- Geschwürbildung und Erosion der Munschleimhäute
- Husten
- Lungenentzündung
- Lahmheit
- Niesen
- Nasenausfluss
Katzenschnupfen - Symptome und Spätfolgen
Bei praktisch jeder möglichen Form von Katzenschnupfen tritt dabei eine Kombination aus Nasen und Augenfluss sowie einer Entzündung der Augenbindehaut auf.

Gefahren

Wird Katzenschnupfen nicht ernst genommen und zu lange gewartet, kann sich die Erkrankung auf den ganzen Körper ausbreiten, was sehr häufig tödlich für die Katze endet.

Des Weiteren ist auch bei erfolgreicher Behandlung nicht auszuschließen, dass Spätfolgen zurück bleiben. Darunter beispielsweise Blindheit auf einem oder beiden Augen, Verlust der Augen selbst, ireversible Lungenschädigungen oder chronische Erkrankungen.

Zusätzlich leiden wir natürlich auch zusammen mit unserem Vierbeiner. Mal abgesehen von dem kläglichen Bild, das der Patient generell abgibt, führen die zumeist verletzten Mundschleimhäute zu großen Schmerzen beim Fressen, was nicht selten sogar darin endet, dass die Katze jedwedes Futter verweigert und im worst case künstlich ernährt werden muss.

Behandlung

...durch den Tierarzt
Bei Auftreten ein oder mehrerer Symptome, sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden!
Zwar gibt es keine tatsächliche ursächliche Behandlung, die den Vierbeiner direkt kuriert, aber mit der richtigen Medikation kann der Krankheitsverlauf massiv positiv beeinflusst werden, was absolut ausschlaggebend dafür sein kann, ob unser Haustier überlebt und ob – und wenn ja wie stark – die Auswirkung möglicher Spätfolgen ausfällt.

Meist wird zur Behandlung ein Antibiotikum gewählt, dass ein möglichst breites Spektrum an Erregern bekämpft.
Es ist allerdings unbedingt davon abzuraten eine mögliche Diagnose selbst zu stellen und zu versuchen mit eigens besorgten Medikamenten zu experimentieren! Sowohl die Medikation, als auch weitere zu treffende Maßnahmen sind stark abhängig von der Unterart der Erreger, welche ausschließlich ein Tierarzt definieren kann!

...durch den Besitzer
Zwar können wir weder Diagnose stellen noch die Entscheidung über die Behandlung selber treffen, dennoch gibt es einiges worauf wir achten können und womit wir unserem Vierbeiner helfen können, wenn Sie der Katzenschnupfen erwischt hat.

Durch regelmäßiges Abwischen von Ausfluss aus Nase und Augen helfen wir dem Tier, weiterhin sehen und vernünftig schnaufen zu können, was sich natürlich deutlich auf dessen Wohlbefinden auswirkt. Schließlich weiß unser Liebling nicht, was da gerade mit ihm passiert! Umso weniger seiner Sinne funktionieren, desto schutzloser fühlt er sich ausgeliefert.

Wohl temperierte Räume mit regelmäßigem Lüften und ohne Zugluft können sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.

Zu guter letzt können wir durch Inhalation etwas dafür tun, um zu helfen die Schleimhäute der Katze zu regenerieren und damit eine deutliche Verminderung der Schmerzen beim Fressen herbeizuführen (beziehungsweise sie gegebenenfalls wieder zum Fressen zu bringen).
Dafür kocht man etwas Wasser auf und gibt etwa einen Esslöffel Kochsalz und einen Beutel Salbei- oder Kamillentee hinzu. Das Gefäß stellt man dann entweder neben sich auf die Couch, legt den Patienten daneben und zieht die Decke etwas über den Kopf oder aber man probiert das ganze in einem Häuschen, einer Schlafhöhle, oder was eben an "teilgeschlossenen Räumen" zur Verfügung steht, so dass etwas Dampf in der Luft um die Katze steht.

Vorbeugung

Die einzige wirklich sinnvolle, vorbeugende Maßnahme ist eine Schutzimpfung. Im Optimalfall schon im Welpenalter, da die Ansteckungsgefahr zwischen Geschwistern, die auf engstem Raum aufeinander sitzen auch besonders hoch ist.

Noch einmal in Kürze:

- Katzenschnupfen ist eine der gefährlichsten Erkrankungen für Katzen
- Typische Symptome betreffen meist Augen- und Mundschleimhäute
- Eine genaue Diagnostik kann nur ein Tierarzt durchführen
- Häufig treten Spätfolgen nach der Erkrankung auf
- Impfen ist die einzig zuverlässige, vorbeugende Maßnahme

Beitrag als Video:

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