Katze erbricht – Mögliche Gründe und Hilfe

 

Erster Einblick

Wer kennt es nicht, wenn die Katze erbricht ...
Die meisten Katzenbesitzer kennen die Vorfreude, die aufkommt, wenn unser Vierbeiner erstarrt, nochmal doof aus der Wäsche guckt und zwei, drei mal hustet.

So oder so ähnlich kündigt es sich nämlich im Regelfall an, wenn es gleich losgeht und unsere Katze kotzt. Landet das ganze dann auf der Couch oder dem Teppichboden ist die Freude besonders groß!

Aber warum die Katze erbricht, steht auf einem anderen Blatt Papier. In den meisten Fällen ist es einer der Folgenden Gründe:

Katze erbricht

Katze erbricht verschlucktes Fell

Hauskatzen verbringen einen nicht zu verachtenden Teil des Tages mit Fellpflege. Die rauhe Zunge hilft dabei, die lockeren oder loosen Haar effektiv aus dem Fell zu entfernen. Allerdings landet ein Großteil der Haare so im Maul und später im Magen. Werden die Haarbüschel zu groß, werden sie nicht verdaut und der Vierbeiner würgt einen Knäuel aus Fell, Speichel und Verdauungssäften wieder hoch.

Das Ganze ist natürlich auch für unser Tier nicht wirklich angenehm. Bei wirklich sehr großen Mengen an Haaren, können durch Verklebte große Ballen ernsthafte Probleme im Magen-Darm-Trakt des Tieres auftreten, was allerdings nicht wahnsinnig häufig vorkommt.

Regelmäßiges Bürsten hilft, die loosen Haare zu entfernen. So gelangt weniger davon in Maul und Magen. Katzenbürsten findet man zum Beispiel auf Amazon aber auch in so gut wie jeder x-beliebigen Tierhandlung für ein paar Euros.

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Katze erbricht zu schnell Gefressenes

Wenn eine Katze zu schnell schlingt, schlägt ihr das häufig auf den Magen und wenige Minuten später kommt das ganze wieder da raus, wo es zuvor reingekommen ist.

Das ganze ist gesundheitlich meistens im Grunde vollkommen unbedenklich. Die Freude bei Herrchen und Kätzchen hält sich trotzdem in Grenzen, daher gilt: Einem sehr hungrigen Tier keine zu großen Mengen füttern. Besonders rohes Fleisch nur in kleineren Mengen und vor allem gut klein schneiden.

Katze erbricht Beutereste

Freigänger erlegen sich häufig Mäuse oder Vögel (zumindest so lange sie noch jung und agil sind). Im Regelfall werden die Beutetiere zu einem großen Teil verspeist. Da aber Fell (s.o), Federn und Knochen nicht bekömmlich sind, entledigen sich Katzen dieser im Nachhinein durch bewusstes hochwürgen. Kommt unser Haustier also kurz nach erfolgreichem Beutestreifzug zurück ins Haus, kann es durchaus passieren, dass tierische Überreste auf dem Boden landen.

Meine persönliche Erfahrung ist allerdings die, dass Katzen tendenziell noch so lange draußen bleiben, bis sie sich der Reste entledigt haben. In meinem Fall ist das Erbrochene dann im Regelfall auf der Terrasse gelandet. Zwar auch nicht unbedingt erfreulich, aber besser als im Flur...

(Übrigens: Insbesondere durch ihre Beutestreifzüge fangen sich unsere Vierbeiner in der Regel auch (Band)würmer ein.)

Katze erbricht

Ernsthafte Erkrankung

Im Regelfall ist es kein Alarmsignal, wenn unsere Katze erbricht. Gesellen sich aber weitere Krankheitszeichen wie Entkräftung, glasige Augen, Austrocknung oder Verhaltensauffälligkeiten hinzu, kann auch eine schwerere Erkrankung zu Grunde liegen. Insbesondere, wenn die Katze öfter erbricht als normalerweise, ist erhöhte Aufmerksamkeit gefragt.

Wie auch beim Menschen ist allerdings keine allgemein gültige Ferndiagnose stellbar. Bestellfalls nimmt man in einem solchen Fall eine Probe des Erbrochenen mit zum Tierarzt. Damit kann dieser eine Analyse durchführen und gegebenenfalls schneller auf eine etwaige Krankheit reagieren und die richtige Behandlung anwenden.

In Kürze:

- Regelmäßiges Bürsten hilft die Menge an geschlucktem Fell zu reduzieren
- Ausgehungerten Katzen nicht zu viel und zu großstückiges Fleisch geben
- Beutetiere werden komplett gefressen und zum Teil wieder hochgewürgt
- Bei Begleiterscheinungen wie Fieber oder Schwäche den Tierarzt aufsuchen

Beitrag als Video:

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