Katzenfutter selber machen

 

Erster Einblick

Unter Katzenhaltern sind die Themen selber kochen, sowie BARF (Biologisch artgerechtes rohes Futter) mittlerweile immer häufiger Diskussionsthema. Damit wird versucht – wie der Name schon sagt – den Vierbeiner artgerecht und vor Allem gesünder zu ernähren als mit dem Großteil der Industriekost, die es im Supermarkt zu kaufen gibt.

Andere Herrchen bekochen ihre Katze hingegen, bereiten Futter also ohne rohe Anteile zu und schwärmen dabei von der Gesundheit und Zufriedenheit ihres Tieres.

Es stellt sich also die Frage, welche der Methoden nun "die Beste" ist oder ob doch eine Ernährung über Dosenfutter die sinnvollste der Alternativen ist. Diese Thematik möchte ich im Folgenden etwas näher beleuchten. Aber so viel sei schon einmal vorweg genommen: Gesünder als der Großteil des angebotenen Dosenfutters sind beide Varianten.

Katzenfutter selber machen

BARF (Biologisch artgerechtes rohes Futter)

Zu "barfen" bedeutet der Katze eine Zusammenstellung von Rohkost zur Verfügung zu stellen, die derjenigen, die wilde Katzen in der Natur vorfinden, am nähesten kommt. Dort werden Beutetiere komplett gefressen, also mit Knochen, Sehnen, Innereien, Blut und Knorpel. Bedenkt man jetzt, welche Dinge in den meisten Fällen in Dosenfutter zu finden sind (Fleisch, Weizen, Gelee, Konservierungsstoffe und sonstige Zusatzstoffe), so wird schnell ersichtlich, warum sich so mancher Katzenbesitzer für die Variante des "barfens" entscheidet. Wer sein Tier liebt, möchte das Bestmögliche für dessen Gesundheit und genau wie beim Menschen gehört dazu vor allen Dingen eine gesunde Ernährung.

Entsprechend sind Inhaltsstoffe bei der BARF – Methode im Regelfall Geflügel- oder Rindfleisch, Fisch und Herz (alles Muskelfleisch) sowie Zusätze aus beispielsweise Reis, Kartoffeln, Haferflocken, Möhren, gekochten Eiern oder Quark.

ACHTUNG: Rohes Schweinefleisch ist tabu, da der Aujeszky-Virus enthalten sein kann, der bei Katzen im schlimmsten Fall zu einer Art Pseudo-Tollwut führt, die tödlich enden kann.

Im Übrigen ist zu beachten, dass Katzen – vor allem wenn bisher nur mit Industriefutter gefüttert – langsam an die neue Ernährung gewöhnt werden müssen. Ein bis zweimal wöchtenlich reicht für den Anfang und kann dann schrittweise erhöht werden.

Ein Buch, dass sich tiefgehender mit dem Thema "barfen" auseinandersetzt, und sehr gute Kritiken erhalten hat, verlinke ich im Folgenden. Gelesen habe ich es allerdings selber nicht, da das Thema vor ein paar Jahren – als mein Kater gestorben ist – noch nicht ganz so präsent war:
>> einfach barf: Leitfaden für natürliche Katzenernährung <<

Katzenfutter selber kochen

Eine weitere Methoden zum Katzenfutter selber machen ist zu kochen. Auch hier lassen sich die Inhaltsstoffe selbst bestimmen und damit maßgeblicher Einfluss auf die Qualität des Futters nehmen.

Auch wenn Freunde von BARF sicherlich auf Ihre Methode schwören würden, bin ich von der Kochmethode aus zweierlei Gründen überzeugt: Zum Einen lässt sich gekochtes gefahrfrei in Portionen einfrieren und wieder auftauen, was bei Rohkost nicht ganz so einfach ist (Salmonellen, Keime...). Zum Anderen kann man wunderbar, wenn man für sich selbst kocht und brät, die Mahlzeit für seinen Liebling nebenbei und in größerer Menge zubereiten. Was das Zeitmanagement angeht ist diese Methode daher für mich der Favorit und eine mehr als akzeptable Alternativlösung.

Die Zusammenstellung beim Kochen ist eine ähnliche wie bei BARF. Also vor allem Muskelfleisch und zusätzlich Reis, Haferflocken, Möhrchen und anderes. Zudem können gekocht (oder gebraten) auch Innerein wie Nieren oder Leber gefüttert werden, was roh unter Umständen bedenklich sein kann, da von entsprechenden Organen Giftstoffe abgebaut werden und folglich im Rohzustand auch noch enthalten sein können.

Zum Thema Katze bekochen, aber auch als Grundlage für erweitertes Know-how, was für unseren Vierbeiner gesund ist und was ihn krank machen kann empfehle ich das folgende Taschenbuch:
>> Katzen gesund ernähren <<

Gekauftes Katzenfutter

Es gibt in meinen Augen nur wenige Dosenfutter, die für Katzen als brauchbar einzustufen sind, auch wenn uns permanent Fernsehen und Werbung mit dem angeblich "Besten" für unser Tier beschwafelt.
So viel sei gesagt: Die Katzenfutter, die ich aus der Werbung kenne, zeichnen sich vor allem durch zwei Dinge aus: Ein großer Anteil and Weizen, der zwar ungesund für die Katze, dafür aber wesentlich billiger als Fleisch ist und zum anderen große Mengen Zucker, die die Katze regelrecht süchtig machen können! Exakt genauso verfährt im übrigen die Lebensmittelindustrie auch mit uns Menschen...
PS: Wussten Sie beispielsweise, dass die Futtermarke "Felix" zur Firma "Nestle" und "Whiskas" zur "Mars Incorporation" gehören? Richtig! Die Nestle und Mars, die Süßigkeiten herstellen... ich lasse das an dieser Stelle unkommentiert.

Eine der wenigen Ausnahmen ist dabei das Futter von Animonda, da es zum einen komplett auf Weizen verzichtet, und zum Anderen keinen Zucker enthält. Um genau zu sein sind enthalten: Fleisch, Fleischnebenerzeugnisse, Brühe und Mineralstoffe. Wer nicht selber kochen oder barfen möchte, dem empfehle ich daher dieses Futter:
>> Animonda Mix - Geflügel-Kreationen 32 x 100 g - Katzenfutter <<
Selbstverständlich gibt es auch andere Marken, die qualitativ äußerst hochwertiges Futter herstellen, nur sind diese in den seltensten Fällen in Supermärkten und Discountern und leider häufig noch nicht einmal in Tier- oder Zoofachgeschäften zu finden.

Katzenfutter selber machen: Noch einmal in Kürze:

- BARF besteht zum Großteil aus rohem Fleisch und einigen Zusätzen
- BARF ist vermutlich die artgerechteste Ernährung, dafür aber sehr aufwändig
- Selbst gekochtes Futter ist qualitativ ebenfalls hochwertig, wenn auch nicht BARF-Niveau
- Katzenfutter selber kochen ist zeitlich leichter zu handhaben als die BARF-Methode
- Viele Industrie-Dosenfutter enthalten ungesunde Zusatzstoffe, Weizen und mehr
- Wer keine Zeit zum selber zubereiten hat, kauft Dosenfutter ohne Weizen und Zucker!
Hier ein Beispiel für ein BARF Rezept

Für die "Lesefaulen" hier das Ganze als Video:

Ihre Erwartungen und Erfahrungen
Haben Sie vor demnächst das Futter Ihre Katze umzustellen? Was ist der Hauptgrund dafür und für welche Methode haben Sie sich entschieden?
Oder haben Sie schon (un)erfolgreich auf eine andere Ernährung umgestellt? Welche Veränderungen können Sie an Ihrem Tier feststellen?
Wie einfach oder schwer hat sich die Umstellung gestaltet?
Lassen Sie es uns wissen und schreiben Sie unter diesem Artikel im Kommentarfeld über Ihre Erfahrungen!

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