Stille Gefahr – Giftige Pflanzen für Katzen

 

Erster Einblick

Wie für jedes Lebewesen, gibt es auch für Katzen Pflanzen, die giftig sind.
Viele Tierbesitzer machen sich große Sorgen darüber, welche Pflanzen sie denn nun in der Wohnung und auch im Garten anpflanzen dürfen um ihre Katze nicht zu gefährden.

Dabei sei vorweg genommen, dass es vergleichsweise wenige lebensbedrohlich giftige Pflanzen für Katzen gibt und dass das Grünzeug im Regelfall auch nur in kleinen Mengen verspeist wird. Meist führt das dann bei der Aufnahme der "falschen" Pflanzenart zu Durchfall oder Erbrechen oder auch nur zu kleinen Magenbeschwerden, aber zu keiner ernsthaften Gefährdung für das Tier.

Entsprechend ist die Frage nach der Handlungsweise im Bezug auf giftige Pflanzen für Katzen vor allem zu unterteilen nach dem Grad der Giftigkeit und nach der Wahrscheinlichkeit mit der die Pflanze gefressen wird, was maßgeblich damit zusammen hängt, ob eine Katze ein Freigänger oder eine reine Hauskatze ist.

Giftige Pflanzen für Katzen

Sehr giftige Pflanzen für Katzen!

Eine Aufzählung der giftigsten Pflanzen für Katzen:
- Adonisröschen!!!
- Avocado
- Begonie, Schiefblatt
- Belladonne-Lilie
- Besen-Ginster
- Bittermandel
- Buchsbaum
- Christrose
- Dieffenbachie!!!
- Efeu
- Eibe
- Einblatt
- Eisenhut
- Engelstrompete
- Fensterblatt
- Fettpflanze
- Flamingoblume
- Flammendes Kätzchen
- Fingerhut
- Germer, weißer
- Glockenbilsenkraut
- Goldlack
- Goldregen
- Herbstzeitlose
- Hundspetersilie
- Kakaobaum
- Kirschlorbeer
- Klavadie
- Klivie
- Kolbenfaden!!!
- Kroton
- Lebensbaum
- Lein
- Maiglöckchen
- Nachtschatten
- Nieswurz
- Oleander
- Palmfarn
- Philodendron
- Pfaffenhütchen
- Prachtlilie!!!
- Rhododendron-Züchtung
- Ritterstern!!!
- Rizinus!!!
- Robinie
- Ruhmeskrone
- Sadebaum
- Gefleckter Schierling
- Seidelblast!!!
- Stechapfel!!!
- Stechpalme
- Tabak
- Tollkirsche!
- Tollkraut
- Wandelröschen
- Wasserschierling!
- Weihnachtsstern
- Wolfsmilch
- Wüstenrose
- Wunderstrauch
- Wurmfarn
- Zimmerkalla
Diese sehr schöne Auflistung habe ich www.botanikus.de entnommen (und punktuell ergänzt). Eine sehr simpel gehaltene und informative Seite zum Thema Pflanzen.

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Freigänger

Katzen, die viel im Freien sind, sind nicht stärker, sondern weniger stark durch giftige Pflanzen gefährdet. Schlicht und ergreifend deshalb, weil die Tiere draußen bedeutend mehr Auswahl haben und das meiste Grünzeug ohnehin relativ oder vollkommen unbedenklich ist.

Zudem ist die eigene Handlungsfähigkeit ohnehin eingeschränkt, wenn wir unserem Vierbeiner Auslauf gewähren.
Welchen Effekt hat es wohl, wenn wir unsere gesamte Gartenplanung auf unser Tier auslegen, wenn letztendlich ohnehin hunderte von Meter oder sogar kilometerweit gestreunert wird? Wie viele Gärten und damit auch giftige Pflanzen da auf dem Weg liegen, kann sich jeder selbst erschließen.
Und trotz dieser befürchteten Gefahrenherde: Wie oft kommt unsere Katze mit Vergiftungserscheinungen oder großen Beschwerden nach Hause?

Auf die giftigsten aller Pflanzen wie Dieffenbachie oder Adonisröschen würde ich dennoch in jedem Fall verzichten. Aber eine vollständige Ausrichtung der Gartenplanung auf die Katze ist weder nötig, noch sinnvoll.

Hauskatze

Hier sieht die Sache etwas anders aus:
Hat die Katze nicht die Möglichkeit draußen nach gut bekömmlichen Pflanzen zu suchen, muss im Zweifelsfall eben das herhalten, was gerade verfügbar ist. Stehen also nur ein paar wenige Pflanzen in der Wohnung oder dem Haus zur Verfügung und der Großteil davon ist giftig, ist auch die Wahrscheinlichkeit hoch, dass unser Tier früher oder später davon frisst und sich den Magen verdirbt, krank wird oder im schlimmsten Fall stirbt, wenn es nicht rechtzeitig bemerkt und ein Tierarzt konsultiert wird.

Entsprechend sollte nach Möglichkeit in Wohnungen, in den Hauskatzen beherbergt sind, besser etwas im Voraus geplant werden um böse Überraschungen zu vermeiden.

Katze ist vergiftet – was tun?

Sollte eine Katze ein Vergiftung erlitten haben, ist oftmals nicht sofort ersichtlich ob es sich denn überhaupt um eine Vergiftung durch eine Pflanze oder durch sonstige giftige Dinge handelt. Sollten Sie Anzeichen einer Vergiftung feststellen sollten Sie sofort einen Tierarzt oder die Notfallhilfe für vergiftete Tiere rufen!

Eine sehr ausführliche Anleitung in der gut erklärt ist, auf was zu achten ist und wie man in einem solchen Fall vorgehen sollte habe ich HIER auf WikiHow gefunden.

Vergiftung bei Katzen

Wichtiger Hinweis:

Ich bin kein Botaniker und kann hier nur aus eigener Erfahrung (mit einem Freigänger) sprechen. Wer sicher gehen möchte – und das rate ich Ihnen insbesondere bei Hauskatzen – dem kann ich das Buch "Katzenpflanzen" empfehlen, das zu einer schönen, bebilderten Übersicht von "Gefahrenpflanzen" auch noch über solche schreibt, die sich wunderbar für Katzen eignen und die sogar noch deren Gesundheit unterstützen!

Giftige Pflanzen für Katzen: Noch einmal in Kürze:

- Die meisten Pflanzen sind für Tiere unbedenklich
- Der Großteil der ungeeigneten Pflanzen ist eher unbekömmlich als giftig
- Sehr giftige Pflanzen können ohne tierärztliche Hilfe zum Tod führen
- Freigänger sind weniger gefährdet als reine Hauskatzen
- Zum Planen eines "Katzen-Haushalts" eignet sich das Buch "Katzenpflanzen" (s.o.)

PS: Wer es besonders gut mit seiner Katze meint, kann sich überlegen im Garten eine Kräuterspirale anzulegen und diese mit Katzengras zu bepflanzen.

Ihre Hilfe ist gefragt!

Haben Sie bereits einmal negative Erfahrungen mit giftigen Pflanzen in Wohnung oder Garten gemacht? Dann schreiben Sie doch etwas in den Kommentaren unter diesem Artikel und helfen Sie dadurch anderen, eine ähnliche Situation zu vermeiden!
Vielleicht kennen Sie aber auch ein paar schöne Pflänzchen, die sich besonders gut für einen Katzenhaushalt eignen?!? Auch diese Informationen sind hier gerne gesehen!

Für die "Lesefaulen" hier das Ganze als Video:

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